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Aareal Bank-Aktie: Immobilienfinanzierer will laut Medienbericht verstärkt mit Versicherern zusammenarbeiten


16.07.2012
aktiencheck.de

Wiesbaden (www.aktiencheck.de) - Die Aareal Bank AG (ISIN DE0005408116 / WKN 540811) will im Bereich der Finanzierung von Immobilien künftig verstärkt mit Versicherungen zusammenarbeiten. Dies kündigte Finanzvorstand Hermann Merkens im Interview mit der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe) an.

Versicherer zeigten zunehmend Interesse an großvolumigem Geschäft an erstklassigen Standorten, erklärt der Manager. "Bei dem einen oder anderen Deal" werde Aareal wahrscheinlich mit Versicherern zusammenarbeiten. Wegen "zwei oder drei Projekten" stehe die Gesellschaft bereits mit Versicherern in Kontakt. Es sei aber verfrüht, Namen zu nennen, erklärte Merkens.


Weil Finanzinstitute infolge neuer Kapitalregeln derzeit im großen Stil Bilanzrisiken abbauen, werde im Markt schon seit Längerem damit gerechnet, dass Versicherer verstärkt ins Bankgeschäft vorstoßen. Dieser Trend scheine nun einzusetzen. Banken und Versicherer hätten jeweils ihren eigenen Blickwinkel, erklärt Merkens. Flächendeckend werde die Zusammenarbeit daher nicht sein, dafür seien die Anforderungsprofile zu unterschiedlich. "Für bestimmte Finanzierungen aber wird man die unterschiedlichen Anforderungsprofile durchaus kombinieren können", sagt er.

Wie es weiter heißt, droht das Angebot an Finanzierungsangeboten im Immobiliensektor dünner zu werden. Der Wettbewerber Westimmo wird abgewickelt, und erst kürzlich hat auch die Commerzbank AG (ISIN DE0008032004 / WKN 803200) ihren kompletten Rückzug aus der gewerblichen Immobilienfinanzierung angekündigt. Im kleingewerblichen Bereich herrsche unverändert hoher Wettbewerb, erklärt Merkens. Im Falle höhervolumiger Einzel- oder Portfoliofinanzierungen aber werde die Auswahl der zur Verfügung stehenden Kreditgeber schon enger. Er räumt ein, dass dies die Marge der Aareal Bank stützt und Gewinnspannen von "200 Basispunkten oder mehr" ermöglicht.

An ihrem Ziel, im zweiten Halbjahr das Neugeschäft zu forcieren, macht die Gesellschaft angesichts der Eskalation der Schuldenkrise nach Aussage des Managers unterdessen keine Abstriche. "Wir haben genügend Liquidität, um Neugeschäft zu schreiben", sagte Merkens. Angesichts der Volatilität im Markt aber dürfte die Gesellschaft bis auf Weiteres in erheblichem Umfang Liquidität bei der EZB parken. Im Moment würde die Aareal Bank weder in Spanien noch in Italien investieren, erklärte Merkens. Die Rückzahlung der stillen Einlagen des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) macht die Gesellschaft nicht zuletzt davon abhängig, "wann die neuen Eigenkapitalinstrumente bekannt sind, die der EU-Eigenkapitalrichtlinie CRD IV entsprechen, und wann klar ist, wie diese funktionieren", wie der Manager ausführte.

Die Aktie der Aareal Bank notierte zuletzt bei 13,25 Euro. (16.07.2012/ac/n/d)



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